Lebensmittel Nummer 1 - Trinkwasser

Das kostbare Nass erhalten die Stadtwerke Schwäbisch Gmünd zum größten Teil von der Landeswasserversorgung, zu einem Zehntel wird es selbst gefördert. Das Leitungswasser wird von unseren Mitarbeitern ständig kontrolliert und lückenlos überwacht. Zusätzlich nimmt das Gesundheitsamt in unregelmäßigen Abständen an der Überprüfung teil. Damit ist eine hohe Wasserqualität gesichert.

Aus zwei Wassertürmen und insgesamt 15 Wasserbehältern werden rund 14.000 Kunden mit bestem Leitungswasser versorgt. Zwölf Druckerhöhungsanlagen sorgen dafür, dass überall im Netz Wasser gleichermaßen aus den Wasserhähnen sprudelt.

Die Mitarbeiter der Stadtwerke warten ein rund 300 Kilometer langes Rohrnetz. Mit zwei Laufwasserkraftwerken (Lauchhof, Buchauffahrt) gewinnen die Stadtwerke zudem Ökostrom.

Fragen und Antworten zum Trinkwasser der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd

Für Schwäbisch Gmünd, Bettringen und Bargau.

Hintergrund: neue Preise ab 1. Oktober 2017

Die Stadtwerke Schwäbisch Gmünd beliefern die Bürger in ihrem Versorgungsgebiet zuverlässig und sicher mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser. Zum 1. Oktober 2017 werden die Grund- und Mengenpreise für Trinkwasser erhöht. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Wasserversorgung in Schwäbisch Gmünd haben wir für Sie im folgenden zusammengestellt.

Wieso steigt der Preis für Trinkwasser in Schwäbisch Gmünd?

Der Preis für das Trinkwasser, hängt von vielen unterschiedlichen Bedingungen ab. Hierfür spielen zum Beispiel die topografischen Gegebenheiten eine Rolle, ebenso die Wasserverfügbarkeit vor Ort oder auch die Siedlungsstruktur und -demografie im Versorgungsgebiet. Auch Steuern und Abgaben müssen mit einberechnet werden. Dies alles sind Faktoren, die der Wasserversorger – die Stadtwerke Schwäbisch Gmünd – nicht beeinflussen können. Unsere Preise waren 25 Monate stabil. Jetzt sind die Kosten um so viel gestiegen, dass wir die Preise der aktuellen Struktur anpassen müssen und sie nicht intern abfedern können.

Wir beziehen das Trinkwasser für unsere rund 14.000 Kunden zu ca. 90 Prozent vom Zweckverband Landeswasserversorgung mit Sitz in Stuttgart. Seit der letzten Preisänderung für Trinkwasser im September 2015 hat die Landeswasserversorgung ihre Preise um rund 100.000 Euro erhöht. Diese Mehrkosten können wir intern nicht abfangen. Sie sind ein Hauptgrund für die Preiserhöhung. Zugleich haben wir in die Erneuerung und Erhaltung des Wasserrohrnetzes investiert, um die hohe Qualität der Versorgung weiterhin zu garantieren.

Um wie viel erhöht sich mein eigener Wasserpreis?

Der Wasserpreis setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: dem Grundpreis und dem Mengenpreis. Den Grundpreis zahlen Sie für die Bereitstellung der Wasserversorgungsanlagen wie Hochbehälter oder Druckerhöhungsanlagen und für die Miete der Zähler. Die Größe des Zählers richtet sich nach dem Bedarf des Gebäudes. Deshalb variiert der Grundpreis auch je nach Typ und Dicke der Hauseingangsleitung. Welcher Zählertyp im eigenen Haus verbaut ist, können Verbraucher auf ihrer Wasserrechnung nachlesen. Außerdem findet man die Typenbezeichnung direkt auf dem Zähler vermerkt. In den meisten Gmünder Haushalten (etwa 96 Prozent) ist der Zählertyp QN 2,5 installiert. Für diese Haushalte steigt der Wasserpreis um 1,09 Euro brutto (1,02 Euro netto) pro Monat.

Den Mengenpreis berechnen wir für jeden bezogenen Kubikmeter Wasser. Pro Kubikmeter erhöht sich der Mengenpreis in Gmünd um 3 Cent inklusive Steuern auf 2,46 Euro (2,30 Euro netto).

Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 150 Kubikmetern bedeutet die Preiserhöhung nach 25 Monaten insgesamt rund 4,38 Prozent oder 18 Euro mehr pro Jahr.

Tarifübersicht

Ab dem 1. Oktober 2017 gelten folgende Wasserpreise:

Grundpreis

Euro/Monat (netto)

Euro/Monat (brutto)

QN 2,5

3,92 €

4,19 €

QN 6

5,62 €

6,01 €

QN 10

19,09 €

20,43 €

QN 15

30,49 €

32,62 €

DN 65

55,69 €

59,59 €

DN 80

75,61 €

80,90 €

DN 100

111,38 €

119,18 €

DN 150

156,69 €

167,66 €

 Mengenpreis

Euro/Kubikmeter (netto)

Euro/Kubikmeter (brutto)

Frischwasser

2,30 €

2,46

Bettringen (Kontingent)

1,83 €

1,96

Bargau

2,09 €

2,24

 

Woher kommt unser Trinkwasser?

Etwa ein Zehntel des Trinkwassers fördern die Stadtwerke Schwäbisch Gmünd in ihren Quellen und Tiefbrunnen selbst. Dazu zählen die Standorte in Degenfeld und Weiler id.B./ Herdtlinsweiler zu 100 % sowie teilweise in Bargau, Grossdeinbauch und Unterbettringen. Der Großteil unseres Wassers, ca. 90 Prozent, stammt vom Zweckverband Landeswasserversorgung. Der Zweckverband fördert das Trinkwasser im Egauwasserwerk und bereitet das Donauwasser auf. Dabei wird das Wasser in Baden-Württemberg aus den Überschussgebieten in die jeweiligen Regionen verteilt, wo beispielsweise der Niederschlag rasch in große Tiefen versickert und deshalb weniger Wasser zur Verfügung steht.

Was tun die Stadtwerke für die Trinkwasserversorgung?

Die Stadtwerke Schwäbisch Gmünd kümmern sich um die sichere Wasserversorgung in der Kernstadt Schwäbisch Gmünd und in folgenden Gebieten: Bargau, Degenfeld, Großdeinbach, Hangendeinbach, Herdtlinsweiler, Herlikofen, Hussenhofen, Kleindeinbach, Lindach, Metlangen, Oberbettringen, Radelstetten, Rechberg, Rehnenhof, Reitprechts, Straßdorf, Unterbettringen, Weiler i.d.B., Wetzgau, Wustenriet und Zimmern.

Mithilfe von zwei Wassertürme und insgesamt 15 Wasserbehälter werden unsere Kunden stets mit genügend Trinkwasser in guter Qualität versorgt. Darüber hinaus sorgen zwölf Druckerhöhungsanlagen dafür, dass das Wasser mit dem richtigen Druck aus der Leitung kommt.

Wir investieren stetig in die sichere und zuverlässige Versorgung mit gesundem Trinkwasser. Im Jahr 2014 wurden beispielsweise der Hochbehälter Lauchhof und die Druckerhöhungsanlage in Wetzgau saniert.

Wer prüft die Qualität des Wassers in Schwäbisch Gmünd?

Das Trinkwasser in Schwäbisch Gmünd ist qualitativ hochwertig und erfüllt alle Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Generell ist Trinkwasser, das am strengsten überwachte Lebensmittel in Deutschland. Auch die Stadtwerke Schwäbisch Gmünd kontrolliert ihr Trinkwasser in regelmäßigen Abständen. Darüber hinaus werden Analysen von unabhängigen Labors und unangemeldete Kontrollen durch das Gesundheitsamt durchgeführt. Dabei werden alle chemischen, mikrobiologischen und physikalischen Parameter analysiert. Zusätzlich prüfen wir im festen Turnus unsere Wasserbehälter, dabei unterstützt uns die Rohrnetz Beratung Stuttgart (RBS). Aktuelle Trinkwasseranalysen können unter Wasserqualitaet eingesehen werden.

Wie verteilen sich die Kosten für die Trinkwasserversorgung?

Hinter sprudelnden Wasserhähnen in den deutschen Haushalten steckt eine aufwendige Infrastruktur, von der Förderung über die Aufbereitung bis hin zur Versorgung. Der Unterhalt von Wassergewinnungsanlagen und die Verteilung des Wassers im Land sind kostenintensiv. Dabei kommt es nicht darauf an, wie viel Wasser verbraucht wird: Etwa 80 Prozent der Kosten für die Bereitstellung von Trinkwasser sind Fixkosten und fallen unabhängig von der abgegebenen Wassermenge an. Zu einem großen Teil steuern die Material- und Personalkosten bei. Nur 20 Prozent der Versorgungskosten hängen vom eigentlichen Trinkwasserverbrauch ab. Dazu zählen unter anderem die Energiebezugskosten und das Material für die Wasseraufbereitung. In der Wasserpreisgestaltung findet sich der hohe Fixkostenanteil nicht wieder.

Gibt es staatlich regulierte Bestandteile beim Wasserpreis?

Ja. Ähnlich wie beim Strompreis gibt es auch beim Wasserpreis Steuern und Abgaben. Auf den Grundpreis und Mengenpreis erhebt der Staat eine Umsatzsteuer in Höhe von 7 Prozent. In Baden-Württemberg wird über den Wasserpreis zusätzlich der sogenannte Wasserpfennig fällig. Den Wasserpfennig gibt es seit 1988 als Abgabe für die Nutzung von Grundwasser. Die Einnahmen sollen dafür verwendet werden, Ausgleichsmaßnahmen zum Grundwasserschutz umzusetzen. Zum 1. Januar 2015 hat die Landesregierung diese Abgabe um 3 Cent netto auf 8,1 Cent pro Kubikmeter Wasser erhöht. Diesen Betrag müssen die Wasserversorger in Baden-Württemberg an das Land Baden-Württemberg abführen. Es dient jedoch nicht mehr ausschließlich dem Grundwasserschutz, sondern soll zweckgebunden für den Hochwasserschutz im Land verwendet werden.