Smart Meter - Strommanager der Zukunft

Die schwarzen Kästchen mit den sich rotierenden Aluminiumscheiben, die ein mechanisches Zählwerk antreiben, sind ein Auslaufmodell. In Neubauten und bei Modernisierungen dürfen nur noch intelligente Stromzähler, sogenannte Smart Meter, installiert werden. Laut Plänen der Politik sollen bis zum Jahr 2020 mindestens 80 Prozent aller Haushalte mit digitalen Stromzählern versehen sein. Bei Bestandsbauten ist der Einbau nach der bisherigen Rechtslage freiwillig.

Der größte Vorteil des Smart Meter: Der digitale Zähler registriert nicht nur die verbrauchte Strommenge in Kilowattstunden, sondern er leitet diese Daten regelmäßig über das Stromnetz an den Energieversorger weiter. Dass Zählerstände nicht mehr aufwändig abgelesen und manuell in das Abrechnungssystem eingetragen werden müssen, ist nicht das einzige Plus gegenüber dem alten Ferrari-Zähler, den es bereits seit 1872 gibt, und der nie wesentlich verändert wurde. Über ein Onlineportal können die Kunden jederzeit ihre Verbrauchswerte sehen. Der Smart Meter kann somit die Kostenkontrolle durch die Kunden stärken.

Mit der Umrüstung der Stromzähler werden wichtige Bausteine für das intelligente Stromnetz der Zukunft gelegt. Denn eins ist sicher, das Netz wie es sich heute darstellt, wird die Herausforderungen der Zukunft ohne intelligente Steuerung nicht bewältigen können.

Die Entwicklung wird nicht beim Stromzähler enden. Die Zukunft wird auch die Umrüstung der Zähler für Gas, Wasser und Wärme mit sich bringen.