Wichtige Information für alle Betreiber von Eigenerzeugungsanlagen nach EEG und KWKG sowie für Betreiber von Speicheranlagen:

Anlagenregisterverordnung tritt außer Kraft: BDEW und BNetzA veröffentlichen Informationen zum Übergang vom Anlagen- zum Marktstammdatenregister | BDEW | Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft.

Am 1. September 2017 tritt die Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) außer Kraft. Damit stellt sich für Betreiber von Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien die Frage, wie und wo sie ab diesem Zeitpunkt ihre Meldung vorzunehmen haben. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hatte beabsichtigt, das Marktstammdatenregister bis zum 1. Juli 2017 so herzurichten, dass die nach der Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) zur Eintragung Verpflichteten das Register zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der MaStRV auch nutzen können. Dies ist bislang noch nicht erfolgt, da die Arbeiten am Webportal des Marktstammdatenregisters nach Darstellung der BNetzA nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten.

Die aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017), der MaStRV und der AnlRegV Verpflichteten können gemäß der Internetseite der BNetzA ihre Meldepflichten wie folgt erfüllen:

  • EEG-Anlagen und deren meldepflichtigen Genehmigungen werden wie bisher nach dem Verfahren über das Anlagenregister und das PV-Meldeportal erfasst. Dafür gilt dann aber für alle Vorgänge ab dem 1. September 2017 die neue Monatsfrist ab Inbetriebnahme oder ab Erteilung der Genehmigung (bisher: drei Wochen). Daten, die nach der MaStRV eingetragen werden müssen, aber z.Zt. nicht eingetragen werden können, müssen nachgetragen werden, sobald das Webportal dies ermöglicht. Hinweise hierzu hat die BNetzA bereitgestellt.
  • Die Registrierung von KWK-Anlagen mit einer Inbetriebnahme ab dem 1. Juli 2017 muss ab dem 1. Juli 2017 an das Marktstammdatenregister erfolgen. Auch hierzu hat die BNetzA Informationen für die Verfahrensweise im Übergangszeitraum veröffentlicht.
  • Schließlich muss auch die geplante Inanspruchnahme des Mieterstromzuschlags an das Marktstammdatenregister gemeldet werden. Informationen zum Meldeweg stehen ebenfalls auf der Internetseite der BNetzA zur Verfügung. Der BDEW hat zu den am 25. Juli 2017 in Kraft getretenen EEG-Änderungen aufgrund des "Mieterstromgesetzes" außerdem eine erste Anwendungshilfe für seine Mitgliedsunternehmen erarbeitet.

Werden die vorstehenden Datenmeldungen und Meldepfade eingehalten, kann die meldepflichtigen Personen grundsätzlich keine der im EEG 2017 und dem Energiewirtschaftsgesetz enthaltenen Sanktionen für eine Nichtmeldung treffen.

 

weitere Informationen:

  • Die Bundesnetzagentur löst zum 01.07.2017 das Meldeportal für EEG-Anlagen auf und erweitert die Meldepflichten erheblich im sogenannten Marktdatenstammregister (MaStR).
  • Die Daten sind grundsätzlich öffentlich und nur in wenigen Ausnahmefällen vertraulich.
  • Dieses elektronische Verzeichnis MaStR ist auch für Stromlieferanten sowie Netzbetreiber verpflichtend.
  • Im sogenannten Marktdatenstammregisterwerden ab 07.2017 alle energiewirtschaftlichen Daten gesammelt.
  • Zur näheren Ausgestaltung ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermächtigt und wurde durch Rechtsverordnung des Bundesrates geregelt.
  • Die Verordnung MaStRV tritt zum 01.07.2017 in Kraft.
  • Neue Anlagen ab 01.07.2017müssen zwingend 1 Monat nach deren Inbetriebnahme im MaStR vom Anlagenbetreiber registriert worden sein. Es ist auf Vollständigkeit und vor allem Richtigkeit der Angaben zu achten. Der Netzbetreiber erhält hiernach die Pflicht, die Angaben des Betreibers zu prüfen. Sollten zwischen Anlagenbetreiber und Netzbetreiber nicht deckungsgleiche Angaben vorliegen, wird eine sogenannte Clearingstelle in Aktion treten und die Daten erneut prüfen. 
  • Bestandsanlagen, die vor dem 01.07.2017 in Betrieb gingen, oder Speicheranlagen, die vor dem 01.07.2017 errichtet wurden, müssen bis spätestens 30.06.2019 im MaStR eingetragen werden.
  • Bußgeldbewehrte Ordnungswidrigkeiten, wenn:
    • vorsätzlich oder fahrlässig keine oder nicht korrekte Datenangaben
    • vorsätzlich oder fahrlässig keine oder nicht rechtzeitige Registrierung
    • führt zudem zum Verlust der Auszahlung der Vergütung nach EEG/KWKG
  • Die Bundesnetzagentur ist verantwortlicher Betreiber des Registers, Ansprechpartner für inhaltliche als auch technische oder systembedingte Fragen, nicht der Netzbetreiber.
  • Netzbetreibern obliegt eine Informationspflicht an die Anlagenbetreiber und sie müssen bis spätestens 30.06.2019 alle Bestandsanlangen im Portal geprüft haben.

Auszug aus der Homepage der Bundesnetzagentur www.bnetza.de:

Mit dem Marktstammdatenregister (MaStR) soll ein umfassendes behördliches Register des Strom- und Gasmarktes aufgebaut werden, das von den Behörden und den Marktakteuren des Energiebereichs (Strom und Gas) genutzt werden kann. Für viele energiewirtschaftliche Prozesse stellt der Rückgriff auf die Stammdaten des Marktstammdatenregisters eine deutliche Steigerung der Datenqualität und eine Vereinfachung dar. Viele behördliche Meldepflichten können zukünftig durch die zentrale Registrierung vereinheitlicht, vereinfacht oder ganz abgeschafft werden. Die gesetzliche Grundlage findet sich in § 111e und § 111f EnWG.

Link: BNetzA Marktstammdatenregister

EEG Umlage auf selbst verbrauchten Strom gemäß EEG 2014 §61 (Eigenverbrauch)

Als Ihr zuständiger Verteilnetzbetreiber sind wir gesetzlich verantwortlich für die Abwicklung der EEG-Umlage für den in Ihrer Stromerzeugungsanlage erzeugten und von Ihnen im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang ohne Netzdurchleitung selbst verbrauchten Strom ("Eigenverbrauch", "Eigenversorgung").

Laut der gesetzlichen Neuregelung müssen Sie als Eigenversorger ab dem 01.08.2014 für diesen Stromverbrauch grundsätzlich gemäß §61 Abs. 1 EEG 2014 die volle EEG-Umlage zahlen. Unter der Voraussetzung, dass Sie sich aus EEG-Anlagen oder hocheffizienten KWK-Anlagen mit einem Monats- oder Jahresnutzungsgrad von mindestens 70% versorgen, müssen Sie nur eine verringerte EEG-Umlage zahlen (30% im Jahr 2015, für 2016 35% und ab 2017 40% der EEG-Umlage). 

Nicht verantwortlich sind wir insbesondere für Anlagen, aus denen ganz oder teilweise dritte Personen beliefert werden und für Anlagen, an Abnahmestellen, an denen die EEG-Umlage nach der Besonderen Ausgleichsregelung nach §§63 - 69 oder §103 EEG begrenzt ist (z. B. stromkostenintensive Unternehmen oder Schienenbahnen).

Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an den für Sie zuständigen Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW.  Die Anmeldung über ein digitales Anmeldeformular statt. Die Formulare finden Sie unter folgendem Link:

             https://www.transnetbw.de/de/eeg-kwk-g/eeg/eeg-umlage

Die TransnetBW hat für Fragen folgende Email-Adresse eingerichtet:  eeg@transnetbw.de 

Bitte geben Sie im Betreff "EEG - Umlage bei Stromlieferung aus EEG/KWKG-Anlagen an Dritte" an.

Neue Vorgehensweise bei der Inbetriebsetzung von Einspeiseanlagen

Gültig ab 01. Januar 2015:

Im Zuge der Zählersetzung findet eine gemeinsame technische Abnahme zusammen mit dem Errichter, dem zukünftigen Anlagenbetreiber und einem Mitarbeiter der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH vor der Inbetriebsetzung der Erzeugungsanlage im Parallelbetrieb statt.

Nach Erhalt der jeweils geforderten Inbetriebsetzungsunterlagen wird dieser Termin festgelegt.

Für die Arbeiten im Rahmen der Inbetriebsetzung (technische Abnahme) wird eine Pauschale gemäß unseren gültigen Kostenpauschalen erhoben.

Einspeisen in das Netz der Stadtwerke Gmünd 

Strom lässt sich auf vielerlei Weise produzieren und die Erzeugung von Energie ist nicht nur Energieversorgern vorbehalten. Auch Sie können mitmachen. So schützen Sie unsere Umwelt und gehen verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen um.

Deshalb sind wir bestrebt, Erzeugungsanlagen zur Einspeisung erneuerbarer Energien so rasch wie möglich ans Netz anzuschließen. Dies ist aber nur dann möglich, wenn die Anlagen mit allen erforderlichen Unterlagen korrekt angemeldet werden. Im neu überarbeiteten Downloadbereich „Downloads EEG und KWKG“ in der rechten Spalte finden Sie eine Checkliste mit den zur Bearbeitung erforderlichen Unterlagen: Formulare von der Anmeldung bis zur Inbetriebnahme einer Erzeugungsanlage. Die Formulare entsprechen dem EEG 2014, welches zum 01.08.2014 in Kraft trat.

Betreiber von Photovoltaikanlagen, die den erzeugten Strom in Batterien speichern wollen, sollten dies uns anzeigen. Mit Hilfe der Checkliste im neuen Downloadbereich "Downloads Batteriespeicher" können die notwendigen Informationen zusammengestellt und für den Versand an die Stadtwerke Gmünd vorbereitet werden. Bitte denken Sie daran das Datenblatt Batteriespeicher sowie das Speicherschema zur Anmeldung Ihres Speichersystems vollständig auszufüllen.


Wenn Sie die Errichtung einer EEG-Anlage bzw. einer Kraft-Wärme-Kopplung planen, dann setzen Sie sich bitte zunächst mit einem Fachbetrieb zwecks Klärung der Technik in Verbindung. Danach reichen Sie bitte die in der "Checkliste für die Anmeldung“ aufgeführten Unterlagen bei uns ein.

Bitte beachten Sie im Downloadbereich die "Arbeitschritte nach §5 EEG" und die zur Verfügung gestellten Formulare für die Anmeldung und Inbetriebsetzung.