EEG Umlage auf selbst verbrauchten Strom gemäß EEG 2014 §61 (Eigenverbrauch)

Als Ihr zuständiger Verteilnetzbetreiber sind wir gesetzlich verantwortlich für die Abwicklung der EEG-Umlage für den in Ihrer Stromerzeugungsanlage erzeugten und von Ihnen im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang ohne Netzdurchleitung selbst verbrauchten Strom ("Eigenverbrauch", "Eigenversorgung").

Laut der gesetzlichen Neuregelung müssen Sie als Eigenversorger ab dem 01.08.2014 für diesen Stromverbrauch grundsätzlich gemäß §61 Abs. 1 EEG 2014 die volle EEG-Umlage zahlen. Unter der Voraussetzung, dass Sie sich aus EEG-Anlagen oder hocheffizienten KWK-Anlagen mit einem Monats- oder Jahresnutzungsgrad von mindestens 70% versorgen, müssen Sie nur eine verringerte EEG-Umlage zahlen (30% im Jahr 2015, für 2016 35% und ab 2017 40% der EEG-Umlage). 

Nicht verantwortlich sind wir insbesondere für Anlagen, aus denen ganz oder teilweise dritte Personen beliefert werden und für Anlagen, an Abnahmestellen, an denen die EEG-Umlage nach der Besonderen Ausgleichsregelung nach §§63 - 69 oder §103 EEG begrenzt ist (z. B. stromkostenintensive Unternehmen oder Schienenbahnen).

Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an den für Sie zuständigen Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW.  Die Anmeldung über ein digitales Anmeldeformular statt. Die Formulare finden Sie unter folgendem Link:

             https://www.transnetbw.de/de/eeg-kwk-g/eeg/eeg-umlage

Die TransnetBW hat für Fragen folgende Email-Adresse eingerichtet:  eeg@transnetbw.de 

Bitte geben Sie im Betreff "EEG - Umlage bei Stromlieferung aus EEG/KWKG-Anlagen an Dritte" an.

Neue Vorgehensweise bei der Inbetriebsetzung von Einspeiseanlagen

Gültig ab 01. Januar 2015:

Im Zuge der Zählersetzung findet eine gemeinsame technische Abnahme zusammen mit dem Errichter, dem zukünftigen Anlagenbetreiber und einem Mitarbeiter der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH vor der Inbetriebsetzung der Erzeugungsanlage im Parallelbetrieb statt.

Nach Erhalt der jeweils geforderten Inbetriebsetzungsunterlagen wird dieser Termin festgelegt.

Für die Arbeiten im Rahmen der Inbetriebsetzung (technische Abnahme) wird eine Pauschale gemäß unseren gültigen Kostenpauschalen erhoben.

Einspeisen in das Netz der Stadtwerke Gmünd 

Strom lässt sich auf vielerlei Weise produzieren und die Erzeugung von Energie ist nicht nur Energieversorgern vorbehalten. Auch Sie können mitmachen. So schützen Sie unsere Umwelt und gehen verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen um.

Deshalb sind wir bestrebt, Erzeugungsanlagen zur Einspeisung erneuerbarer Energien so rasch wie möglich ans Netz anzuschließen. Dies ist aber nur dann möglich, wenn die Anlagen mit allen erforderlichen Unterlagen korrekt angemeldet werden. Im neu überarbeiteten Downloadbereich „Downloads EEG und KWKG“ in der rechten Spalte finden Sie eine Checkliste mit den zur Bearbeitung erforderlichen Unterlagen: Formulare von der Anmeldung bis zur Inbetriebnahme einer Erzeugungsanlage. Die Formulare entsprechen dem EEG 2014, welches zum 01.08.2014 in Kraft trat.

Betreiber von Photovoltaikanlagen, die den erzeugten Strom in Batterien speichern wollen, sollten dies uns anzeigen. Mit Hilfe der Checkliste im neuen Downloadbereich "Downloads Batteriespeicher" können die notwendigen Informationen zusammengestellt und für den Versand an die Stadtwerke Gmünd vorbereitet werden. Bitte denken Sie daran das Datenblatt Batteriespeicher sowie das Speicherschema zur Anmeldung Ihres Speichersystems vollständig auszufüllen.


Wenn Sie die Errichtung einer EEG-Anlage bzw. einer Kraft-Wärme-Kopplung planen, dann setzen Sie sich bitte zunächst mit einem Fachbetrieb zwecks Klärung der Technik in Verbindung. Danach reichen Sie bitte die in der "Checkliste für die Anmeldung“ aufgeführten Unterlagen bei uns ein.

Bitte beachten Sie im Downloadbereich die "Arbeitschritte nach §5 EEG" und die zur Verfügung gestellten Formulare für die Anmeldung und Inbetriebsetzung.

STWGD Informationsblatt Einspeiser EEG 2014

STWGD Informationsblatt Einspeiser EEG 2014 (610,3 KiB)

Neue Regelungen zur Einspeisevergütung

Rückwirkend zum 01.04.2012 gelten neue Vergütungssätze. Jeden Monat reduziert sich die Einspeisevergütung in Schritten von 1% gegenüber dem Vormonatswert. Dies entspricht einer Jahresdegression von 11,4% und ist abhängig vom Zubau mit PV-Anlagen. Übersteigt (unterschreitet) der Zubau 2.500 - 3.500 MW/a nimmt die Degression zu (ab). Diese vom Zubau abhängige Degression wird auch „atmender Deckel“ genannt. Bei Erreichen einer installierten Gesamt-Photovoltaik-Leistung von 52 Gigawatt, sieht das EEG keine weitere Förderung von PV-Anlagen vor.

Hintergrund

Die Einspeisevergütung fördert die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Die Einspeisevergütung wird im Erneuerbare Energien Gesetz der Bundesrepublik Deutschland  (kurz: EEG) geregelt. Vorgänger war das Stromeinspeisungsgesetz von 1990. Am 29. März 2000 wurde es durch das EEG ersetzt. Das Gesetz sieht eine Vorrangeinspeisung für Erneuerbare Energien vor. Im Gesetz sind auch feste Vergütungssätze vorgesehen, welcher der Netzbetreiber dem Anlagenbetreiber für seinen gelieferten Strom zu zahlen hat. Diese Kosten werden vom Netzbetreiber an den Übertragungsnetzbetreiber als EEG-Umlage weitergegeben. Die EEG-Umlage findet letztlich Eingang in die Stromrechnung der Verbraucher. Nach langen Diskussionen zwischen Bund und Ländern wurden im Juni 2012 rückwirkend zum 01.04.2012 neue Vergütungssätze beschlossen. Bezahlt wird die Vergütung nach § 21 EEG immer für die Dauer von 20 Kalenderjahren zuzüglich des Inbetriebnahmejahres.

Die Höhe der EEG-Vergütung wird maßgeblich durch das Inbetriebsetzungsdatum bestimmt und bleibt für 20 Jahre zzgl. der verbleibenden Monate des Inbetriebnahmejahres fest. Weitere Kriterien zur Bestimmung der Vergütungshöhe sind der Montageort, die Anlagengröße sowie der Eigenverbrauch und dessen Anteil an der Gesamterzeugung.

Alle Angaben ohne Gewähr


Ergänzender Hinweis:

Die auf dieser Seite zur Verfügung gestellten Informationen zum Einspeisemanagement sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt, stellen aber keine Rechtsverbindliche Aussage dar. Maßgeblich bzgl. der notwendigen technischen Ausstattung gemäß §6 EEG 2012 bzw. 2009 sind

  • die gesetzlichen Vorschriften,
  • einschlägige gerichtliche Urteile,
  • ggf. die Entscheidungen der Clearingstelle zu diesem Themenkomplex, sowie
  • die technischen Mindestanforderungen des Netzbetreibers.

Anlagen in der Mittelspannung und eigener Trafostation haben die technischen Anschlussbedingungen unter der Rubrik Netzanschluss zu beachten.