Anmeldeverfahren Erzeugungsanlagen nach VDE-AR-N 4105:2011-08

Um eine ordentliche Bearbeitung zu gewährleisten, verwenden Sie bitte die Formulare der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH. Diese finden Sie hier.

1. Anmeldung Erzeugungsanlagen

Der Netzbetreiber ist bereits in der Planungsphase mit einzubeziehen. Für die Anmeldung sind im Allgemeinen, unter Beachtung der nach TAB und des beim Netzbetreiber geltenden Anmeldeverfahrens sind folgende Unterlagen durch einen in ein Installateurverzeichnis eingetragenen Elektrofachbetrieb rechtzeitig bei uns einzureichen:

  • Formular „Anmeldung zum Anschluss
  • Formular „Datenblatt
  • Lageplan
  • Messkonzept
  • Modulbelegungsplan
  • einpoliges Übersichtsschaltbild
  • Konformitätsnachweis (ggf. Einheiten-Zertifikat) für die Erzeugungseinheit nach VDE-AR-N- 4105
  • wenn nicht integriert oder >30kW: Konformitätsnachweis für den NA-Schutz nach VDE-AR-N- 4105

Im Bereich der Mittelspannung verwenden Sie bitte das Formular „Anmeldung zum Anschluss MS“. Hier sind weitergehende Angaben zu tätigen.

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2. Netzprüfung

Nach Erhalt der kompletten Anmeldeunterlagen erfolgt nun die Netzprüfung: die entsprechende Fachabteilung wird informiert. Wir als Netzbetreiber sind verpflichtet zu prüfen, ob eine Erzeugungsanlage ans Netz angeschlossen werden kann, ohne dass entsprechende Netzrückwirkungen entstehen und somit die Normen / Regeln / Gesetze eingehalten werden. Erst nach der Netzprüfung erhält der Anlagenbetreiber die Einspeisezusage. Dies ist der Startschuss für die Installation der Einspeiseanlage.

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3. Einspeisemanagement

Gemäß §9 des EEG müssen sich Erzeugungsanlagen zur Vermeidung von Netzüberlastungen  am Eispeisemanagement des Netzbetreibers, an dessen Netz sie angeschlossen sind, beteiligen. Hierzu gibt es die Möglichkeit, je nach Leistungsgröße der PV-Anlage, des Einbaus eines Rundsteuerempfängers oder Wirkleistungsreduzierung der PV-Anlage auf 70%. Sollte auf dem Anmeldeformular Ihrer neuen PV-Anlage „Einbau techn. Einrichtung zur Leistungsreduzierung“ angekreuzt sein, so erhalten Sie von uns ein Bestellformular. Dieses versenden wir i.d.R. als Anlage der Einspeisezusage. Nach der Bestellung wird Ihnen der Rundsteuerempfänger zugesandt. Dieser ist durch Ihren Elektroinstallateur zu installieren. 

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4. Inbetriebsetzungsauftrag

Nach erfolgter Installation der Einspeiseanlage übergibt der Anlagenerrichter dem Netzbetreiber den Inbetriebsetzungsauftrag. Dieser sollte mindestens eine Woche vor der geplanten Inbetriebnahme der Einspeise-Anlage bei uns eingehen. Eine Inbetriebsetzung der Einspeiseanlage darf erst nach Zustimmung des Netzbetreibers erfolgen. Es findet eine gemeinsame technische Abnahme zusammen mit dem Errichter, dem zukünftigen Anlagenbetreiber und einem Mitarbeiter der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH vor der Inbetriebsetzung der Erzeugungsanlage im Parallelbetrieb statt. Zeitgleich findet i.d.R. auch die Zählermontage / der Zählertausch statt.

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5. Zählertausch/-setzung und gemeinsame Inbetriebnahme

Nach Erhalt des Inbetriebsetzungsauftrages werden sich die Kollegen unseres Messstellenbetriebes mit den beteiligten Akteuren zwecks einer Terminabsprache in Verbindung setzen. Es findet eine gemeinsame technische Abnahme zusammen mit dem Anlagenerrichter, dem Anlagenbetreiber und einem Mitarbeiter der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH vor der Inbetriebsetzung der Erzeugungsanlage im Parallelbetrieb statt. Zeitgleich findet i.d.R. auch die Zählermontage / der Zählertausch statt. Spätestens zu diesem Termin sollten unsrem Mitarbeiter folgende Unterlagen übergeben werden:

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6. Auszahlungsvoraussetzungen

Sind alle relevanten Unterlagen (Anmeldung und Inbetriebsetzung) nach VDE-AR-N 4105:2011-08 eingegangen, so erhalten Sie unseren „Netzanschlussvertrag für Stromerzeugungsanlagen“ nebst Formular „Bankverbindung“.

Eine weitere, zwingende Voraussetzung ist die Anmeldung der Einspeiseanlage bei der Bundesnetzagentur (§6 EEG). Angaben zur Einspeiseanlage müssen der Bundesnetzagentur innerhalb von Monat nach der Inbetriebnahme übermittelt werden! Eine Kopie der Anmelde-/Registrierungsbestätigung ist an die Stadtwerke Gmünd senden. Dies gilt für alle Einspeiseanlagen nach EEG und KWKG sowie Batteriespeicher!

Weitere Informationen zur BNetzA-Anmeldung erhalten Sie hier.

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7. Batteriespeicher und Plug-In-Anlagen

Batteriespeicher:

Betreiber von Photovoltaikanlagen, die den erzeugten Strom in Batterien speichern wollen, sollten dies uns anzeigen. Mit Hilfe der Checkliste im neuen Downloadbereich "Downloads Batteriespeicher" können die notwendigen Informationen zusammengestellt und für den Versand an die Stadtwerke Gmünd vorbereitet werden. Bitte denken Sie daran das Datenblatt Batteriespeicher sowie das Speicherschema zur Anmeldung Ihres Speichersystems vollständig auszufüllen. Ebenso benötigen wir das Formular  Nachweis Speicherschema .

Steckerfertige Erzeugungsanlagen/„Balkon-PV“ (Plug-In):

Im Niederspannungsnetz der Stadtwerke Gmünd GmbH können steckerfertige Erzeugungsanlagen, sogenannte Plug-In-Anlagen, betrieben werden. Diese müssen gemäß den allgemein anerkannten Regeln der Technik ausgeführt, installiert, angeschlossen und betrieben werden. Steckdosenlösungen für den Anschluss mittels eines Schuko-Steckers in Schuko-Steckdosen und/oder Einspeisungen in einen Endstromkreis sind nicht zulässig. Steckbare Plug-In-Anlagen müssen über eine besondere, berührungs- und verwechslungssichere Steckvorrichtung verfügen. Sie dürfen auf keinen Fall an Schuko-Steckdosen betrieben werden. Alle Erzeugungsanlagen, auch die Plug-In-Anlagen-, müssen bei der  Stadtwerke Gmünd GmbH und der BNetzA angemeldet werden.

Da nach der Stromnetzzugangsverordnung (StromNZV) sowohl der Bezug aus dem Netz für die allgemeine Versorgung als auch Einspeisungen von Erzeugungsanlagen in das Netz für die allgemeine Versorgung gemessen werden müssen, ist in der Regel der Tausch Ihres Stromzählers durch Sie zu beauftragen. [? Zähler mir Rücklaufsperre: ja oder nein]

Weitere detailliertere Anforderungen über steckerfertige Erzeugungsanlagen finden Sie auf der Homepage des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.) .

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