Informationsschreiben der Bundesnetzagentur

Dieses Schreiben liegt der Jahresverbrauchsabrechnung bei.
Fragen beantwortet Ihnen gerne die Bundesnetzagentur unter 
service@marktstammdatenregister.de und 0228/14 33 33.
Es findet sich auch links unter Downloads.

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Markstammdatenregister

Netzeinspeiser - Stadtwerke Schwäbisch Gmünd

  • Die Bundesnetzagentur löst zum 01.07.2017 das Meldeportal für EEG-Anlagen auf und erweitert die Meldepflichten erheblich im sogenannten Marktdatenstammregister (MaStR).
  • Die Daten sind grundsätzlich öffentlich und nur in wenigen Ausnahmefällen vertraulich.
  • Dieses elektronische Verzeichnis MaStR ist auch für Stromlieferanten sowie Netzbetreiber verpflichtend.
  • Im sogenannten Marktdatenstammregisterwerden ab 07.2017 alle energiewirtschaftlichen Daten gesammelt.
  • Zur näheren Ausgestaltung ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermächtigt und wurde durch Rechtsverordnung des Bundesrates geregelt.
  • Die Verordnung MaStRV tritt zum 01.07.2017 in Kraft.
  • Neue Anlagen ab 01.07.2017müssen zwingend 1 Monat nach deren Inbetriebnahme im MaStR vom Anlagenbetreiber registriert worden sein. Es ist auf Vollständigkeit und vor allem Richtigkeit der Angaben zu achten. Der Netzbetreiber erhält hiernach die Pflicht, die Angaben des Betreibers zu prüfen. Sollten zwischen Anlagenbetreiber und Netzbetreiber nicht deckungsgleiche Angaben vorliegen, wird eine sogenannte Clearingstelle in Aktion treten und die Daten erneut prüfen. 
  • Bestandsanlagen, die vor dem 01.07.2017 in Betrieb gingen, oder Speicheranlagen, die vor dem 01.07.2017 errichtet wurden, müssen bis spätestens 30.06.2019 im MaStR eingetragen werden.
  • Bußgeldbewehrte Ordnungswidrigkeiten, wenn:
    • vorsätzlich oder fahrlässig keine oder nicht korrekte Datenangaben
    • vorsätzlich oder fahrlässig keine oder nicht rechtzeitige Registrierung
    • führt zudem zum Verlust der Auszahlung der Vergütung nach EEG/KWKG
  • Die Bundesnetzagentur ist verantwortlicher Betreiber des Registers, Ansprechpartner für inhaltliche als auch technische oder systembedingte Fragen, nicht der Netzbetreiber.
  • Netzbetreibern obliegt eine Informationspflicht an die Anlagenbetreiber und sie müssen bis spätestens 30.06.2019 alle Bestandsanlangen im Portal geprüft haben.

Auszug aus der Homepage der Bundesnetzagentur www.bnetza.de:

Mit dem Marktstammdatenregister (MaStR) soll ein umfassendes behördliches Register des Strom- und Gasmarktes aufgebaut werden, das von den Behörden und den Marktakteuren des Energiebereichs (Strom und Gas) genutzt werden kann. Für viele energiewirtschaftliche Prozesse stellt der Rückgriff auf die Stammdaten des Marktstammdatenregisters eine deutliche Steigerung der Datenqualität und eine Vereinfachung dar. Viele behördliche Meldepflichten können zukünftig durch die zentrale Registrierung vereinheitlicht, vereinfacht oder ganz abgeschafft werden. Die gesetzliche Grundlage findet sich in § 111e und § 111f EnWG.

Link: BNetzA Marktstammdatenregister

 

Ergänzung 19.10.2017

Im Zuge der Einführung des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur sind neue Meldepflichten auch für Speicher entstanden.

Zum 01.09.2017 hat die BNetzA ein neues Formular online gestellt, welches auch Betreiber von (Batterie-)Speichern verpflichtet, diese anzumelden.

Hier der zzt. aktuelle Link zur BNetzA:

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/DatenaustauschundMonitoring/MaStR/RegistrEEGAnlagen/RegistrEEGAnlagen_node.html

Das Marktstammdatenregister ist derzeit noch nicht aktiv.

Für die Registrierung von EEG-Anlagen im Marktstammdatenregister wird vorübergehend weiterhin ein pdf-Formular eingesetzt, wie es vom Anlagenregister bekannt ist:

Formular zur Registrierung von EE-Anlagen (Stand: 01.09.2017) (pdf / 1 MB)
Erläuterung des Formulars zur Meldung von EE-Anlagen (Stand: 01.09.2017) (pdf / 340 KB)

Ferner gibt es auch unsererseits ein neues Formular: Nachweis für das Speicherschema „ohne Rückspeisung in das öffentliche Netz“. Dieses finden Sie im Kasten links unter Downloads Batteriespeicher.

 

Anlagenregisterverordnung tritt außer Kraft

Netzeinspeiser - Stadtwerke Schwäbisch Gmünd

Am 1. September 2017 tritt die Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) außer Kraft. Damit stellt sich für Betreiber von Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien die Frage, wie und wo sie ab diesem Zeitpunkt ihre Meldung vorzunehmen haben. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hatte beabsichtigt, das Marktstammdatenregister bis zum 1. Juli 2017 so herzurichten, dass die nach der Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) zur Eintragung Verpflichteten das Register zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der MaStRV auch nutzen können. Dies ist bislang noch nicht erfolgt, da die Arbeiten am Webportal des Marktstammdatenregisters nach Darstellung der BNetzA nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten.

Die aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017), der MaStRV und der AnlRegV Verpflichteten können gemäß der Internetseite der BNetzA ihre Meldepflichten wie folgt erfüllen:

  • EEG-Anlagen und deren meldepflichtigen Genehmigungen werden wie bisher nach dem Verfahren über das Anlagenregister und das PV-Meldeportal erfasst. Dafür gilt dann aber für alle Vorgänge ab dem 1. September 2017 die neue Monatsfrist ab Inbetriebnahme oder ab Erteilung der Genehmigung (bisher: drei Wochen). Daten, die nach der MaStRV eingetragen werden müssen, aber z.Zt. nicht eingetragen werden können, müssen nachgetragen werden, sobald das Webportal dies ermöglicht. Hinweise hierzu hat die BNetzA bereitgestellt.
  • Die Registrierung von KWK-Anlagen mit einer Inbetriebnahme ab dem 1. Juli 2017 muss ab dem 1. Juli 2017 an das Marktstammdatenregister erfolgen. Auch hierzu hat die BNetzA Informationen für die Verfahrensweise im Übergangszeitraum veröffentlicht.
  • Schließlich muss auch die geplante Inanspruchnahme des Mieterstromzuschlags an das Marktstammdatenregister gemeldet werden. Informationen zum Meldeweg stehen ebenfalls auf der Internetseite der BNetzA zur Verfügung. Der BDEW hat zu den am 25. Juli 2017 in Kraft getretenen EEG-Änderungen aufgrund des "Mieterstromgesetzes" außerdem eine erste Anwendungshilfe für seine Mitgliedsunternehmen erarbeitet.

Werden die vorstehenden Datenmeldungen und Meldepfade eingehalten, kann die meldepflichtigen Personen grundsätzlich keine der im EEG 2017 und dem Energiewirtschaftsgesetz enthaltenen Sanktionen für eine Nichtmeldung treffen.