Schwäbisch Gmünd, 2011

Wasserqualität

Bekanntmachung der verwendeten Zusatzstoffe zum Trinkwasser nach § 15 Trinkwasserverordnung

Betroffene Stadtgebiete Zusatzstoff Verwendungs-
zweck
Bargau
Degenfeld
Großdeinbach.
Hangendeinbach
Herdtlinsweiler
Hussenhofen
Kleindeinbach
Unterbettringen
Weiler i.d.B.
Chlor *) Desinfektion
Gesamtstadt
außer den oben genannten Teilorten
Chlordioxid *) Desinfektion
Gesamtstadt
außer den oben genannten Teilorten
Natriumortho- phosphat Korrosions-
hemmung
Gesamtstadt
außer den oben genannten Teilorten
Calcium hydroxid Entcarbonisierung
ph-Wert-Steuerung

*) Die Desinfektion mir Chlor bzw. Chlordioxid geschieht, um eine mikrobielle Belastung des Trinkwasser auszuschließen. Hierzu wird max. 0,2 mg/l des jeweiligen Desinfektionsstoffes permanent beigegeben.

Wasserhärte

Kernstadt 13,1 °dH 2
Bargau 10,8 °dH 2
Degenfeld 15,1 °dH 3
Großdeinbach 12,0 °dH 2
Hangendeinbach 12,0 °dH 2
Herdtlinsweiler 14,6 °dH 3
Herlikofen 13,1 °dH 2
Hussenhofen   5,5 °dH 1
Kleindeinbach 12,0 °dH 2
Lindach 13,1 °dH 2
Metlangen 13,1 °dH 2
Oberbettringen 13,1 °dH 2
Radelstetten 13,1 °dH 2
Rechberg 13,14 °dH 2
Rehnenhof 13,1 °dH 2
Reitprechts 13,1 °dH 2
Straßdorf 13,1 °dH 2
Unterbettringen 11,4 °dH 2
Weiler i.d.B. 14,6 °dH 3
Wetzgau 13,1 °dH 2
Wustenriet 13,1 °dH 2
Zimmern 13,1 °dH 2

Als Wasserhärte wird die Konzentration der im Wasser gelösten Ionen der Erdalkalimetalle bezeichnet. Zu diesen zählen: Calcium, Magnesium, Strontium und Barium. Die Härte natürlicher Wässer wird hauptsächlich von Magnesium und Calcium gebildet, Strontium und Barium spielen eine untergeordnete Rolle. Die Erdalkalimetalle werden pauschal auch als "Härtebildner" zusammengefasst.

Die Ionen der Erdalkalimetalle können als Wasserhärte gelöst vorkommen. Sie können aber auch unlösliche Verbindungen bilden, vor allem Kalk (Calciumcarbonat, CaCO3) und „Kalkseife“ (z. B. das Calciumsalz der Stearinsäure, Calciumstearat). Die Tendenz, unlösliche Verbindungen zu bilden, ist der Grund für die hohe Aufmerksamkeit, die der Wasserhärte üblicherweise entgegengebracht wird.

Die Wasserhärte wird als Kalkgehalt in °dH (Grad deutscher Härte) angegeben, wobei 1° dH als 1 mg CaO pro 100 ml Wasser definiert ist.

Trinkwasseranalyse

Die Trinkwasseranalyse für die Kernstadt stammt von der LW (Landeswasserversorgung).
Für Schwäbisch Gmünd sind die Werte in der Spalte VB1 gültig.

Analyse der Landeswasserversorgung

Trinkwasseranalyse2011

Uranwerte

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt einen Leitwert von 15 Mikrogramm je Liter (μg/l) als „gesundheitlich lebenslang duldbar“ vor. Das Umweltbundesamt als national zuständige Behörde empfiehlt für die Bundesrepublik einen niedrigeren Wert: 10 μg/l. Weder in der EU-Trinkwasserrichtlinie noch in der nationalen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ist ein Grenzwert für Uran festgesetzt.
Obwohl die Messung von Uran im Trinkwasser derzeit nicht vorgeschrieben ist, wird sie von vielen Trinkwasserversorgern durchgeführt, um vor Ort Fragen ihrer Kunden beantworten zu können.
Grundsätzlich ist Trinkwasser in Deutschland eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel. Die Unternehmen nehmen stetig Proben, um die Trinkwasserqualität zu prüfen. Außerdem gibt es Kontrollen durch die Gesundheitsbehörden. Speziell bei der aktiven Werbung für Produkte gilt für Mineralwasserhersteller eine besondere Vorschrift: Mineralwasser darf nur dann „als besonders geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ deklariert werden, wenn es weniger als 2 μg Uran/l enthält. Dieser Wert ist jedoch nicht gesundheitlich abgeleitet, sondern wurde allein im Zusammenhang mit der Werbung festgelegt.
Für die gesetzlichen Vorgaben und gesundheitlichen Bewertungen der Qualität des Trinkwassers in Deutschland sind das Bundesministerium für Gesundheit sowie als zuständige Fachbehörde das Umweltbundesamt zuständig.
Das Schwermetall Uran ist ein auf der Erde weit verbreitetes Element. Das Schwermetall ist in Form zahlreicher Mineralien fast überall in der Erdkruste zu finden. Es kann in Gesteinen, Mineralien sowie Wasser, Boden und Luft vorkommen. Durch Auswaschung aus den Erdschichten können auch Spuren des Urans in das Grundwasser oder Oberflächenwasser gelangen.
Die Urangehalte sind im Wesentlichen geogen, also durch die Natur bedingt und somit regional sehr unterschiedlich. Einträge können über den Uranbergbau und die Verbrennung von Kohle erfolgen. Außerdem sind weitere nicht-natürliche Einträge möglich.
Es ist grundsätzlich zwischen der chemotoxischen Wirkung und der radiotoxischen Wirkung zu unterscheiden. Bei der Betrachtung von Uran im Trinkwasser ist aufgrund der chemischen Beschaffenheit des Elements weniger die Radiotoxizität, als vielmehr die chemische Toxizität von Bedeutung.

Uranwerte im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH (Stand Juni 2010):

Ort μg/l
Bargau *) 0,05
Degenfeld *) 0,05
Grossdeinbach *) 0,12
Hussenhofen *) 0,42
Unterbettringen *) 0,05
Weiler / Herdtlinsweiler *) 0,05

*) Mischwasser

 

Kontakt

Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH
Bürgerstraße 5
73525 Schwäbisch Gmünd

Frieder Steinhilber
Abteilung Gas- Wasserversorgung
Telefon: 07171 - 603 8610

E-Mail

Ortsteile

Die Trinkwasseranalysen für die restlichen Ortsteile wurden vom Forschungsinstitut für Edelmetalle (FEM) ermittelt (das Darstellungsformat ist daher unterschiedlich).